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Östrogen und Progesteron bei der Frau

Wechselbeschwerden und Therapie

Wo werden die weiblichen Sexualhormone gebildet?

Im Eierstock der Frau werden in der geschlechtsreifen Phase des Lebens die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron gebildet.

Funktionen der weiblichen Sexualhormone

Östrogene (östros = Stachel, Leidenschaft, Brunst) sind für die Ausbildung der weiblichen Geschlechtsmerkmale sowie für das weibliche Gefühlsleben und Denken verantwortlich.
Das Gelbkörperhormon Progesteron ( pro gestare – tragen= Schwangerschaft) ist für den Eintritt und Erhalt einer Schwangerschaft notwendig.
Die Sexualsteroide haben somit neben ihrer wesentlichen Bedeutung für die Fortpflanzung auch eine bedeutende Rolle für die Lebensqualität und den gesamten Gesundheitszustand , wie für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem.

Wann erlischt die Funktion der Eierstöcke?

Bei der Frau ist die Keimdrüsenfunktion und damit die Fortpflanzungsfähigkeit genetisch limitiert, so dass es im Durchschnitt im Laufe des 5. Lebensjahrzehntes zum Erliegen der Eierstockfunktion kommt.
Der Körper der Frau war ursprünglich so konzipiert, dass mit Ende der Fortpflanzungsmöglichkeit auch das Leben mehr oder weniger zu Ende ging, wie dies bei allen Säugetieren heute noch immer der Fall ist. So hatten noch vor etwa 150 Jahren bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung der Frau von etwa 40 Jahren Hormonausfallserscheinungen keine wesentliche Rolle gespielt.
Bei der heutigen stark angestiegenen Lebenserwartung der Frau verbringt diese jedoch ein Drittel ihres Lebens in einer Phase eingeschränkter oder fehlender Produktion weiblicher Sexualhormone.

Beschwerden beim Ausfall der weibl. Sexualhormone?

Das Fehlen der Steuerungshormone zahlreicher Köper- und Sinnesfunktionen kann mit einer grossen Anzahl möglicher Beschwerden verbunden sein.
Störungen des Regelzyklus signalisieren die ersten Anzeichen einer nachlassenden Eierstockfunktion. Der Mangel an Gelbkörperhormon, der unregelmässige Intervalle zwischen den Regelblutungen verursacht , kann mit Gabe von Gelbkörperhormonen in der 2. Zyklushälfte meist anfänglich leicht behoben werden.
Stellen sich zusätzliche Beschwerden ein wie Schweissausbrüche, nächtliche Hitzewallungen, Herzjagen und Schlafstörungen, so ist der Einsatz von Östrogenen angezeigt. Nervosität, Reizbarkeit, Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leistungsabfall und Gedächtnisschwäche können weiters Anzeichen eines Östrogenmangels sein. Auch organische Störungen wie Blasenschwäche , Harndrang , Augen- und Scheidentrockenheit, morgendliche Gelenks- und Muskelschmerzen , Osteoporose, Haarverlust und Bartwuchs können durch Fehlen von Östrogenen auftreten. Auch für die Haut und das Unterhautgewebe ist Östrogen ein wichtiger Aufbaufaktor.

Wie werden weibliche Sexualhormone ersetzt?

Die weiblichen Sexualhormone werden als fein abgestimmte Komposition und gezielt organspezifisch nach den individuellen Bedürfnissen eingesetzt
Bei Vorhandensein der Gebärmutter wird prinzipiell unterschieden, ob bei der Frau durch eine Hormonsubstitution eine Regelblutung ausgelöst oder diese vermieden werden soll. Hat die Frau schon länger keine selbständigen Blutungen gehabt, wird man eher zu Gabe eines Hormonpräparates greifen, das weiterhin die Blutung vermeidet. Waren bis zum Beginn der Substitutionstherapie noch Regelblutungen, wird man diese auch mit der entsprechenden Hormontherapie noch fortsetzten. Für diese Therapie wird immer eine Kombination von Östrogenen und Progesteron benötigt.
Ist die Gebärmutter entfernt, wird als Dauertherapie nur Östrogen eingesetzt. Progesteron wird hier nicht routinemässig angewandt, kann aber bei bestimmten Beschwerden gezielt zusätzlich verwendet werden.

Formen der Ersatztherapie weiblicher Sexualhormone

Heute steht eine ganze Reihe von Verabreichungsmöglichkeit von weiblichen Sexualhormonen zur Verfügung. Zur Auswahl des entsprechenden Präparates wird primär ein Hormonstatus dienen, an dem man die Dosierung orientiert. Eine sehr genaue Kenntnis der Beschwerden der Patientin ermöglicht erst eine genau angepasste Substitution der Hormone. Die jeweiligen Östrogene oder Gestagene werden gewebsspezifisch ausgewählt. So können zwei unterschiedliche Östrogene an einer Gewebsart sehr ähnliche Wirkungen zeigen, sich jedoch an einem anderen Gewebe sehr unterschiedlich verhalten.
Bei der Auswahl der Art einer Hormonzufuhr soll die Patientin mitbestimmen, denn sie muss auch bereit sein , die Hormone mit positiver Einstellung zu verwenden. Bei erhaltener Gebärmutter ist heute die Anwendung einer Östrogen-Gestagenkombination obligat, da damit eine Risikosteigerung für einen Krebs der Gebärmutterschleimhaut vermieden wird. Behandlungen mit Östrogen-Gestagenkombinationen sind heute in Tabletten-, Tropfen-, Nasenspray -, Creme-, Gel-, Pflaster-, Injektions- und Zäpfchenform möglich. Wenn die Gebärmutter fehlt, kann nur mit Östrogenen substituiert werden, wobei auch die Anwendung eines Östrogenkristalles in Frage kommt. Dieser wird in das Körpergewebe eingepflanzt, und gibt von dort gleichmässig über etwa ein halbes Jahr Östrogen ab.
Wenn besonders Beschwerden im Bereich der Harnblase und der Scheide durch Hormonmangel auftreten, ist duch eine gezielte intravaginale Östrogentherapie sehr gut eine Besserung zu erreichen.

Begleitmaßnahmen bei Ersatztherapie

Ganz prinzipiell soll betont werden, dass Hormone potente Wirkstoffe sind und nicht unkontrolliert und ungerechtfertigt angewandt werden sollen. Nur bei wirklich nachgewiesenem Hormonmangel ist ihre Anwendung angezeigt und soll auch laufend klinisch und mit Hormonuntersuchungen überwacht werden.

Wirkung einer Über- & Unterdosierung bei der HRT?

Die Beurteilung der klinischen Befindlichkeit allein ist in manchen Fällen nicht ausreichend, da sowohl bei der Überdosierung, als auch bei der Unterdosierung die gleichen Symptome auftreten können. Supraphysiologische Östradioldosen führen zu einer down-Regulierung der Steroidrezeptoren, ein Mechanismus, der von anderen Hormonen längst bekannt ist und berücksichtigt wird. Beim Östradiol gibt es in umgekehrter Weise auch eine up-Regulation. Durch das langsam ansteigende Östradiol ist es ab einer Konzentration von 150 pg/ml mit einer raschen Ausschüttung des lutinisierenden Hormones zu rechnen. Im Sinne der down-Regulierung können bei supraphysiologischem Östrogenspiegel Hitzewallungen, Depressionen, aber auch Zeichen hoher Nervosität bei Frauen gefunden werden. Würde man in der Meinung, hier handle es sich um eine Östrogen-Mangelerscheinung der Frau höhere Östrogendosen zuführen, so würde die Symptomatik um vieles schlechter. Ein ähnliches Phänomen beobachtet man nicht selten bei parenteraler Verabreichung von Östrogenen, durch die supraphysiologische Hormonspiegel aufgebaut werden können. Hier kann ein Östrogenabfall von einem hohen Niveau wieder das Auftreten von Beschwerden auslösen, sodaß man ohne Kenntnis der vorliegenden Hormonspiegel geneigt wäre, das Behandlungsintervall zu verkürzen und die Pat. immer höheren Hormonspiegeln ausgesetzt wäre. Die Bestimmung des Östradiols gibt dabei hilfreiche Informationen. Andererseits kann durch eine zu geringe Resorption eines standartisierten Östrogen-Präparates durch Evaluierung des Östradiol-Spiegels dokumentiert werden. In diesen Fällen liegt der Östrogen-Spiegel meist weit unter 50 pg/ml, eine Beobachtung, die auch in Hinblick auf die Osteoporose-Prophylaxe von Wichtigkeit ist.

Muss der Zeitpunkt eines Hormonstatus unter...

... der HRT im Verhälnis zur letzten Hormoneinnahme berücksichtigt werden?

Um die Höhe des Östrogen-Spiegels richtig beurteilen zu können, muß der Zeitpunkt der Hormoneinnahme berücksichtigt werden. Die Patientin sollte sich genau Datum und Uhrzeit sowohl der letzten Hormonzufuhr sowie den Zeitpunkt der Blutabnahme notieren und dem befundenden Arzt mitteilen. Bekanntlich tritt die maximale Serumöstradiolkonzentration 2-5 Stunden nach der oralen Einnahme eines Östrogen-Präparates auf. Übersteigt in diesem Zeitraum der Östrogen-Wert 200 pg/ml, so kann bei entsprechenden klinischen Symptomen von einer Überdosierung ausgegangen werden. Liegt allerdings zu diesem Zeitpunkt der Östradiol-Wert des Blutes unter 50 pg/ml, so diagnostiziert man eine insuffiziente Resorption. Bei einem 24-Stunden Serumöstradiolwert wird er annähernd bei 0 liegen, dies führt bei vielen Frauen, vor allem in den Nachtstunden, zu erneutem Auftreten von Wallungen.

Warum ist eine indiv. Hormoneinstellung so wichtig

Die Metabolisierungsmaschinerie ist, wie jedes andere phänotypische Merkmal, dem genetischen Polymorphismus unterworfen. D.h., sie variiert von Mensch zu Mensch. Während man einerseits ungefähr voraussagen kann, wie sich eine Standarddosierung im Organismus eines Großteils der Bevölkerung verhält, muß man auf der anderen Seite berücksichtigen, daß es bei einzelnen Frauen völlig unterschiedliche Abbaumuster gibt. Bei ein- und derselben Standarddosierung werden verschiedene Serumspiegel und damit letzten Endes auch verschiedene biologische Wirkungen erzeugt. Dies erklärt, warum eine Frau ein Präparat hervorragend verträgt, während eine andere hingegen mit Nebenwirkungen reagiert. Ähnliches gilt auch für die Pille. Neben dem genetischen Polymorphismus haben auch andere Faktoren einen Einfluß auf den Abbau exogen zugeführter Steroide. Von Progesteron bzw. von manchen Progestagenen weiß man, daß sie den Abbau des Östradiolmoleküls beschleunigen. Dies erklärt, warum manche Frauen unter der Substitutionstherapie während der Gestagenphase das erneute Auftreten schon überwunden geglaubter klimakterischer Symptome beklagen. Das Progestagen verstärkt den Abbau des gleichzeitig aufgenommenen Östrogens und bewirkt dadurch eine relative Insuffizienz. Nimmt die Patientin das Östrogen allein zu sich, so ist der Metabolismus verlangsamt, der endogene Östrogenspiegel schleicht aus, um die Beschwerden somit zu eliminieren. Ein weiterer Grund, den Östrogenspiegel im physiologischen Bereich zu halten, ist der sogenannte Proliferationsdruck. Durch die erhöhte steroidbedingte Mitoserate gibt es Meinungen die behaupten, daß durch die erhöhte steroidbedingte Mitoserate der Ausbruch einer schon vorhandenen neoplastischen Anlage beschleunigt werden kann (Entstehung des Brustkrebses).

Einfluss der Ersatztherapie auf Brustkrebs?

Auch sehr grossangelegte Untersuchungen haben bisher keinen Kausalzusammenhang zwischen Brustkrebsentstehung und weiblichen Sexualhormonen beweisen können. Bei Frauen mit einem Brustkrebsentstehung unter Einnahme von weiblichen Sexualhormonen zeigt sich ein weniger bösartiges Tumorwachstum und eine Verminderung der Metastasenbildung.
Es ist jedoch ein besonderer Augenmerk auf die Brustdrüse der Frau während einer Hormonsubstitution zu legen.
Regelmässige Mammographien, Ultraschalluntersuchungen und Tastkontrollen müssen als Begleitmassnahmen jeder Hormongabe regelmässig erfolgen. Nur dann wird sich ein bedeutender Nutzen ohne Risikoerhöhung zur Verbesserung der Lebensqualität der Frau als Resultat ergeben.

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