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Wirkung von Melatonin

Schlafhormon, Krebshemmung

Was ist Melatonin und woher kommt es?

Es wird hauptsächlich in einer kleinen, etwa erbsengroßen Drüse mitten im Zentrum des Gehirns gebildet. Da die Form dieses Organs an einen Kiefernzapfen erinnert, erhielt es den Namen Zirbeldrüse.
Durch den Lichteinfall auf die Netzhaut wird über Nevenfasern die Zirbeldrüse (Epiphyse) und damit die Ausscheidung dieses Hormons gesteuert. Melatonin wird bei Dunkelheit gefördert und durch Licht in seiner Ausscheidung gehemmt. Im Morgengrauen und während des Tages wird wenig Melatonin gebildet, in der Dämmerung und in der Nacht hingegen kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung.
Die Zirbeldrüse herrscht während unseres ganzen Lebens über das gesamte Drüsensystem, das seinerseits Hormone produziert, die für alle unsere Körperfunktionen verantwortlich sind, und steuert so die Tätigkeit jeder einzelnen Körperzelle.

Produktion von Melatonin während des Lebens?

Bis etwa zum 7. Lebensjahrahre steigt der Melatoninspiegel stetig an. Nach Abschluß der Pubertät beginnt die Melatoninproduktion langsam und stetig nachzulassen. Im Alter von etwa 45 Jahren findet das stärkste Absinken des Melatoninspiegels statt. Die Zirbeldrüse bringt nicht mehr genug Melatonin in den Umlauf und dadurch wird der eigentliche Alterungsprozeß eingeleitet.

Anti-Aging- und Regenerationswirkung von Melatonin

Melatonin ist das Hormon das Hormon des Winterschlafes, es reduziert Zellorgane und biochemische Reaktionen stark. Dadurch wird Energie gespart und die Lebensdauer einzelner Organe verlängert. Durch das Absenken der Körpertemperatur um 2-4 Zehntel Grad in der Nacht erzielt Melatonin den eindrucksvollsten Spareffekt. Die Billionen Zellen unseres Körpers arbeiten dadurch langsamer und werden weniger belastet. Im Alter sinkt die Fähigkeit des Körpers, die nächtliche Temperatur zu senken. Durch abendliche Melatoninzufuhr gelingt es jedoch, den Alterunsprozeß durch die nächtliche Regeneration im Rahmen einer Reduktion der Stoffwechselgeschwindigkeit zu verbessern. Melatonin schützt auch den Kreislauf und das Herz durch die Verlangsamung des Stoffwechsels in der Nacht.
Der stärkste Anti-Aging-Effekt des Melatonins basiert auf der Tatsache, stärkster freier Radikalfänger des Körpers zu sein. Freie Radikale sind die Ursache der Zellzerstörung und des Alterungsprozesses.
Melatonin hat eine lebensverlängernde Wirkung, die durch die Schutzwirkung des Melatonins gegen Zellschäden und Zellalterung besteht.

Wirkung von Melatonin auf die Sexualhormone?

Melatonin nimmt auf Reproduktion und Menstruationsgeschehen großen Einfluß. Die reproduktiven Funktionen wurden in der Entwicklungsgeschichte des Menschens direkt durch die Intensität und Länge des Lichteinfalls sowie dessen Einfluß auf die Melatoninsekretion reguliert.
Im Laufe der Entwicklungsgeschichte hat sich die Fortpflanzung dem Sonnenzyklus angepaßt, so daß die Nachkommenschaft unter Steuerung von Melatonin in den Zeiten von Wärme und Licht der Sonne zu günstigen Bedingungen geboren wird. Ein Rest dieser Regulation ist auch noch beim Lebewesen Mensch erhalten geblieben. Bei ihm nimmt das Melatonin Einfluß auf den Menstruationszyklus und die Eierstockaktivität. Man hat beobachtet, daß bei Nomadenfrauen, die unter freiem Himmel schlafen, der Menstruationszyklus synchron verläuft. Die Frauen menstruieren alle am gleichen Tag und haben auch zum gleichen Zeitpunkt den Eisprung.

Wie beeinflusst Melatonin und das Immunsystem?

Es ist erwiesen, daß Melatonin einen stimulierenden Einfluß auf das Immunsystem hat. Mit der künstlichen Zufuhr dieser Substanz regt man das Immunsystem an und erhöht so die Lebenserwartung. Die krebshemmende Wirkung des Melatonins ergibt sich über die zellschützende Wirkung vor Radikalen, die immunstimulierende Wirkung und den antiproliferativen und antimitotischen Effekt des inhibierend wirkenden Melatonins.

Wie schützt Melatonin vor Krebs?

Der krebshemmender Einfluß des Melatonins wird durch seine antioxydative Wirkung und seinen reduzierenden Effekt auf die Stoffwechselleistung des Organismus in der Nacht erreicht. Systeme, die am Tag geschädigt worden sind, werden so in der Nacht repariert.
Frauen mit einem Mammakarzinom zeigen in der Nacht niedrigere Melatoninspiegel als gesunde Altersgenossinen.
Eine ganz neue norwegische Studie zeigt, daß blinde Frauen aufgrund der ständig fehlenden Hemmung der Melatoninausschüttung durch das Licht über die Netzhaut ständig erhöhte Melatoninspiegel aufwiesen. Sie zeigten gegenüber sehenden Frauen ein über 35 % geringeres Brustkrebsrisiko.
Der Schutzwirkung von Melatonin auf die weibliche Brust beruht auch auf einer Blockierung der Östrogenrezeptoren in der Brust. Melatonin vermindert auch durch seinen antiöstrogenen Einfluß die Entstehung des Krebses der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinoms).
Die Langzeitbehandlung mit Melatonin hat sich auch bei Dickdarmkrebs sowie bei Leukämie als erfolgreich erwiesen.

Funktion der Schlafsteuerung durch Melatonin?

Die Melatoninsekretion erfolgt hauptsächlich während der Dunkelheit, während es bei Licht kaum gebildet wird. Somit ergibt sich eine tägliche (zirkadiane) Rhythmik, jedoch auch eine jährliche Rhythmik durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse während der Jahreszeiten.
Voll- und Neumond haben ebenfalls einen Einfluß auf die lichtabhängige Freisetzung von Melatonin.
Die Senkung der Körpertemperatur ist einer der Mechanismen für die Verstärkung der Schläfrigkeit und des Beginnes des Schlafverlangens. Melatonin erhöht die Schlafeffizienz und verkürzt die Zeit bis zum Einschlafen (sleep latency). Melatonin ist aber nicht mit einem üblichen Schlafmittel zu vergleichen. Es ist kein direkter Effekt des Hormons im Sinne eines Schlafmittels zu erwarten, sondern es wird eine Kaskade von Regulationsvorgängen durch die Gabe von Melatonin ausgelöst, durch die eine Eröffnung des Schlaffensters innerhalb von 2 Stunden erfolgt.
Für viele moderne Menschen unserer Zeit hat die Technik mit ihren Möglichkeiten, die Nacht taghell zu erleuchten und im Flugzeug binnen weniger Stunden etliche Zeitzonen zu überschreiten, Probleme geschaffen, ihr Schlafbedürfnis auf natürliche Weise zu regulieren.
Bei Flugreisen über mehrere Zeitzonen wird durch eine rasche Zeitverschiebung die Verschiebung der Tag-Nachtstruktur erreicht. Die daraus resultierende Schlafstörung wird Jetlag genannt.
Von aussen zugeführtes Melatonin kann sowohl Schlaf- als auch Körpertemperatur beeinflussen, insbesonders in der Lichtphase, in der wenig Melatonin im Körper kreist. Den besten Erfolg scheinen Melatoningaben schon 3 Tage vor Flugantritt zu bringen, wobei 1 mg Melatonin pro Stunde Zeitdifferenz bzw. 1-2 Std. vor der Schlafenszeit der neuen Zone gegeben wird. Mit besonderem Erfolg wird Melatonin zur Überwindung des Jetlag bei West-Ostreisen eingesetzt.

Wie baut Melatonin den Stress ab?

Melatonin kontrolliert und vernichtet sogenannte Stressfaktoren, das sind streßauslösende Substanzen, wie die in den Nebennieren produzierten Kortikosteroide.
Das Adrenalin ist ein Gegenspieler des Melatonins und stellt das Energiehormon dar, das den Körper überall dort mit Kraft versorgt, wo er es gerade benötigt. Es erhöht den Blutdruck, die Herzfrequenz und den Zuckerverbrauch. Melatonin wirkt diesem hohen Energieverbrauch entgegen. Es senkt die Streßhormone, reduziert den Blutdruck und schützt damit das Herz.

Einfluss von Melatonin auf psychische Störungen?

Patienten mit schweren Depressionen weisen oft zu niedrige Melatoninspiegel auf. Serotonin und Melatonin beeinflussen auch die Symptomatik der Depression.
Durch die Wirkung des Melatonins nimmt das Licht Einfluß auf die Stimmung. Sonnenlicht regt die Serotoninbildung an, die das Ausgangsprodukt für Melatonin ist.
Melatonin beeinflusst auch die Alzheimer Erkrankung sowie affektive Störungen. Die Melatoninproduktion scheint bei Menschen, die an Migräne leiden, gestört zu sein.

Welche Nebenwirkungen weist Melatonin auf?

Auch bei extrem hohen Dosen, die bei 100-facher Dosierung der sonst üblichen liegen, konnte keine schädliche Nebenwirkung von Melatonin gefunden werden.
Die Einnahme von Melatonin mit anderen Hormonen wie z.B. bei gleichzeitiger Hormonersatztherapie (Östrogene, Gestagene, Androgene) schafft keine Konflikte irgendwelcher Art. Alle genannten Hormone existieren im Körper einer jungen Frau vor der Menopause auch gleichzeitig, ohne irgendwelche Beschwerden hervorzurufen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich dies im späteren Leben ändern könnte.
Stoffe, die die Melatoninproduktion hemmen, sind Alkohol, Nikotin, Kaffee, Aspirin und auch verschiedene Medikamente wie Betablocker, zentrale Kalziumantagonisten, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Dexamethason und Benzodiazepine
Chronischer Alkoholismus erzeugt sehr niedrige Melatoninspiegel, die noch nach jahrelanger Abstinenz bestehen. Auch haben diese Patienten häufig Schlafprobleme. Melatonin ist in seiner Anwendung absolut sicher, es macht nicht süchtig und es hat keinerlei Nebeneffekte wie Schläfrigkeit oder den „hang over“ am nächsten Morgen.

Wie wird Melatonin angewendet?

Melatonin wird in Kapselform verwendet, die optimale Dosis liegt zwischen 0,5- 30mg. Eine ausreichende Schlafwirkung erreicht man mit einer abendlichen Dosis von 3-5mg.
Im Amerika ist Melatonin als Nahrungsmittel auf dem Markt, in Österreich ist Melatonin nur in Apotheken auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Der Verkauf von Melatonin in Österreich ist nicht verboten, wie manchmal fälschlicherweise bekanntgegeben wird.
Die Einnahme von Melatonin sollte am besten 20 - 40 Min. vor dem Zubettgehen erfolgen.

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