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Wirkung von Serotonin

Glückshormon, Psyche

Was ist Serotonin?

Serotonin (5-Hydroxi-tryptamin=5-HT) ist ein Hormon oder Neurotransmitter (Botenstoff) und in seiner chemischen Struktur eine biogenes Amin (Aminosäure), das Signale zwischen Zellen überträgt.

Wo kommt Serotonin vor?

In sehr hoher Konzentration ist Serotonin im Zwischenhirn (Hypothalamus), in Blutplättchen (Thrombozyten) und in besonderen Zellen der Darmschleimhaut (enterochromaffinen Zellen) zu finden. Es wird im Harn ausgeschieden.

Wie wird Serotonin gebildet?

Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan gebildet (5-Hydroxi-tryptophan = 5-HTP). Tryptophan ist eine lebenswichtige Aminosäure und kann vom Menschen nicht selbstständig produziert werden. Sie muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es gibt Nahrungsmittel, die Serotonin oder Tryptophan vermehrt enthalten.

Welche Funktionen hat Serotonin?

Serotonin hat in unserem Körper die Funktion eines Mediators, d.h. es vermittelt bestimmte Reaktionen zwischen Zellen. Speziell im Gehirn stellt es einen Botenstoff (Neurotransmitter) zwischen den Nervenzellen dar.
Für Serotonin gibt es 13 unterschiedliche Rezeptoren. Dadurch weist es sehr viele, teilweise gegensätzliche Wirkungen auf. So verengen sich die kleinen Blutgefäße in Lunge und Niere, wenn Serotonin eine Kontaktstelle besetzt, in der Skelettmuskulatur weiten sie sich dagegen aus. Es kann den Blutdruck senken und auch steigern.
Serotonin wirkt auf Erinnerungs- und Lernvermögen, Appetitkontrolle, psychische Verhaltensformen, Sexualität, Vorstellungskraft, körperliche Temperaturregelung, Muskelbewegungen, Drüsenfunktionen, Schmerz, Migräneanfälligkeit, Blutdruckverhalten und cardiovaskuläre Funktionen.
Serotonin ist daher auch an unterschiedlichen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Migräne oder Erbrechen beteiligt.
Neben Melatonin, das aus Serotonin gebildet wird, ist Serotonin selbst auch für den Schlafrhythmus und zirkadiane und saisonale Rhythmen von Bedeutung.

Serotonin und zwischenmenschliche Beziehungen?

Untersuchungen bei frisch verliebten Paaren wiesen niedrigere Serotoninspiegel als normal auf, so dass der Spruch "Liebe macht krank" auch eine wissenschaftliche Erklärung hat.
Verliebte können sich oft stundenlang mit einer Sache oder mit einem Menschen gedanklich beschäftigen, so dass ihre Psyche aus dem Gleichgewicht kommt. Biochemisch gesehen sind sie krank durch einen dauernden Stresszustand , der im Gehirn zu einem Serotoninmangel führt.
Auf der anderen Seite macht die glückliche euphorische Stimmung durch Serotonin und das erhöhte Lustempfinden durch Testosteron Menschen bereit , mit fremden Menschen in nahen Kontakt und in emotionale Beziehungen zu treten.

Welche Auswirkungen hat ein Serotoninmangel?

Extremer Serotoninmangel führt zur emotionalen Überempfindlichkeit und sogar zu aggressivem Verhalten. Dauerhafte Mangelerscheinungen können zahlreiche psychische Erkrankungen fördern, wie Depressionen, Schizophrenie, Angst, Appetit- und Schlaflosigkeit und Essstörungen.
Ein Mangel an Serotonin kann zu Migräneattacken, Lustlosigkeit und Stimmungstiefs führen.
Bei Frauen nimmt nach dem Eisprung der Serotoninspiegel im Körper langsam und kurz vor der Menstruation sogar stark ab. Die Folge sind wechselnde Stimmung, Schwermut und Reizbarkeit.
Im Zusammenhang mit Alkohol konnte festgestellt werden, dass ein Mangel an Serotonin die Entstehung von Suchtverhalten fördert. Viel Serotonin führt zu einer verminderten Aufnahme von Alkohol, Stimulantien und Opiaten, während wenig Serotonin die Suchtentwicklung begünstigt.
Beim Menschen erhöhen Serotoninantagonisten die Kalorienaufnahme und das Verlangen nach Kohlehydraten.

Wie wirkt Serotonin bei Migräne?

Bei Auslösen eines Migräneanfalls steigt der Serotoninspiegel im Blut deutlich an, fällt jedoch genauso schnell wieder ab und die schützende Wirkung von Serotonin gegen die Anzeichen einer Migräneattacke entfällt für einige Zeit. Es wurden Wirkstoffe zur Migränebehandlung entwickelt, die eine dem Serotonin ähnliche Wirkung entfalten.

Wie kann man einen Serotoninmangel beeinflussen?

Serotonin lässt sich bis heute nicht synthetisch herstellen, so dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, Serotonin in Pillen oder Spritzenform zu verabreichen.
Um Serotonin zu erhöhen, wird sein Abbau mit Hilfe der sogenannten Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verringert. Man verwendet sie gegen Depressionen, Angststörungen, Panikstörungen, Esstörungen bzw. Zwangsstörung und soziale Phobie.
Dieselbe Wirkung hat das natürliche Sexual-Hormon Progesteron, das man in Cremen- oder Zäpfchenform zuführen und damit die Nebenwirkungen der Psychopharmaka vermeiden kann.
Auch durch die Zufuhr von kohlehydratreichen Nahrungsmitteln ( besonders Schokolade) lässt sich die Konzentration der Vorstufe des Serotonins, des Tryptophans, im Blut vergrößern. Die Ausschüttung von Insulin nach dem Genuss von Kohlehydraten bewirkt neben der Blutzuckerregulation auch eine gesteigerte Aufnahme von Aminosäuren mit Ausnahme von Tryptophan in die Muskelzellen. Während also die anderen Aminosäuren zu den Muskeln wandern und dort eingebaut werden, hat das Tryptophan freie Bahn zum Gehirn. Eine Erhöhung des Serotoninwertes bewirken neben anderen Gemüsen und Früchten besonders Bananen, Walnüsse, Tomaten, Ananas, Melonen, Auberginen und Kiwis. Zwei Bananen erzeugen den gleichen Effekt wie Schokolade.

Die Rolle von Schokolade bei der Serotoninbildung?

Als Nummer eins der glücklichmachenden Nahrungsmittel gilt Schokolade. Viele depressive Menschen verspüren besonders abends eine zwanghafte Neigung, Süsses zu essen und wählen dafür vorzugsweise Schokolade. Diese sorgt dafür, dass Serotonin verstärkt freigesetzt wird. Zucker - ein Hauptbestandteil der Schokolade, hebt über die Insulinausschüttung den Serotoninspiegel im Gehirn. Die Kombination von Fett und Kohlehydraten in der Schokolade erhöht das Tryptophan im Blut, so dass mehr Serotonin synthetisiert werden kann und erhöhtes Serotonin sorgt für eine verbesserte Stimmungslage. Weiters befindet sich im Kakao besonders viel Theobromin, das entspannend und stimmungsaufhellend wirkt.

Wie kann Serotonin gemessen werden?

Der Serotoninspiegel im Körper kann aus dem Harn und aus Blutplättchen bestimmt werden.

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