Hormone und ihre Wirkung Anti-Aging mit Hormonen Abnehmen mit Hormonen Haare und Haut Wechselbeschwerden Sterilitätsbehandlung Hormonelle Brustvergrößerung Shop für hormonfreie Präparate

Wechselbeschwerden der Frau

Die weiblichen Wechseljahre

Sind Sie über 40 Lebensjahre alt und es häufen sich unmotivierte Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Gewichtszunahme ohne mehr zu essen, Größenzunahme der Brust, Schlafstörungen, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Harnblasenprobleme (ungewollter Harnverlust und häufiger Harndrang), Antriebslosigkeit, Depressionen, Gewebserschlaffung und Zunahme der Cellulite, Libidoverlust, Meiden von Gesellschaft, trockene Scheide, Augentrockenheit, Haarausfall, Brustspannen, geschwollene Beine und Venenschmerzen, können diese Symptome einen Hinweis auf das begonnene Eintreten des Wechsels bedeuten. Entsprechende Hormonuntersuchungen geben darüber Aufschluss, und die Behandlung durch einen Hormonspezialisten kann Ihnen wieder Beschwerdefreiheit verschaffen.

Beschwerden beim Ausfall der weibl. Sexualhormone

Das Fehlen der Steuerungshormone zahlreicher Köper- und Sinnesfunktionen kann mit einer grossen Anzahl möglicher Beschwerden verbunden sein.
Störungen des Regelzyklus signalisieren die ersten Anzeichen einer nachlassenden Eierstockfunktion. Der Mangel an Gelbkörperhormon, der unregelmäßige Intervalle zwischen den Regelblutungen verursacht , kann mit Gabe von Gelbkörperhormonen in der 2. Zyklushälfte meist anfänglich leicht behoben werden.
Stellen sich zusätzliche Beschwerden ein wie Schweißausbrüche, nächtliche Hitzewallungen, Herzjagen und Schlafstörungen, so ist der Einsatz von Östrogenen angezeigt. Nervosität, Reizbarkeit, Depressionen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leistungsabfall und Gedächtnisschwäche können weiters Anzeichen eines Östrogenmangels sein. Auch organische Störungen wie Blasenschwäche, Harndrang, Augen- und Scheidentrockenheit, morgendliche Gelenks- und Muskelschmerzen, Osteoporose, Haarverlust und Bartwuchs können durch Fehlen von Östrogenen und Hormonimbalancen auftreten. Auch für die Haut und das Unterhautgewebe ist Östrogen ein wichtiger Aufbaufaktor.

Wie werden weibl. Sexualhormone ersetzt?

In den letzten Jahren ist man weitgehend bei der Hormonersatztherapie auf die Verwendung sogenannter bioidenter Hormone übergegangen
Bioidente Hormone sind Hormone, die in ihrer Molekularstruktur absolut ident sind mit den Hormonen, die der Körper selbst bildet. Bei der Frau im geschlechtsreifen Alter sind dies die Eierstockhormone Östrogen, vorwiegend Estradiol, dann auch Östron , Östriol so wie Progesteron (Gelbkörperhormon) und Testosteron (männliches Hormon).

ÖSTROGENE

Estradiol (deutsch Östradiol), gelegentlich abgekürzt mit E2, ist ein Sexualhormon und neben Estron und Estriol eines der wichtigsten natürlichen Östrogene. Estradiol ist etwa 10-fach potenter als Estron und circa 80-fach potenter als Estriol. Dagegen ist das synthetische Ethinylestradiol (meist in der Pille verwendet) mehr als zehnmal potenter als Estradiol in Bezug auf seine östrogenen Effekte.
Unter dem natürlichen bioidenten Estradiol treten Nebenwirkungen aufgrund der geringeren Wirkungen auf den Leberstoffwechsel sehr viel seltener auf.
Estradiol wird auch bei Männern als ein aktives Umwandlungsprodukt des Testosterons gefunden.
Estradiol hat nicht nur einen hauptsächlichen Einfluss auf die Sexual- und reproduktive Funktion, sondern auch Wirkung auf andere Organe, wie beispielsweise die Knochen, Haut, und viele andere physische und psychische Funktionen .
Der Östron-Wert kann bei sehr übergewichtigen Frauen nach den Wechseljahren erhöht sein durch die Bildung in Fettzellen aus Bruchstücken des Abbaus anderer Hormone durch den Einfluss des Enzyms Aromatase.
Eine Östrogenbehandlung hat auch Wechselwirkungen mit anderen Hormonen. So beeinflusst sie die Bildung von Serotonin („Glückshormon“) aus der vom Körper aufgenommenen Aminosäure 5-Hydroxy-Typtophan im Gehirn positiv wie es auch die Schilddrüsenhormone in ihrer Wirkung normalisiert.
Die bei der Hormonersatztherapie im Klimakterium verwendeten Hormonersatzpräparate enthalten das natürliche Estrogen 17-Beta-Estradiol, welches in der chemischen und biologischen Struktur dem körpereigenen Hormon Estrogen gleicht.
Die Ausgangssubstanz für die Herstellung ist meist Soja , und wird über verschiedene Herstellungsstufen in das chemisch reine 17-Beta-Estradiol umgewandelt. Die Wirksamkeit von 17-Beta-Estradiol ist mit demjenigen 17-Beta-Estrogen identisch, welches aus den Eierstöcken der Frau stammt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tatsache, dass Hormone zunehmend in die Umwelt eingetragen werden und später über die pflanzliche und tierische Nahrungskette in ungünstiger und unkontrollierter Dosierung vom Menschen wieder aufgenommen werden. Ein Beispiel sind die Hormone der Anti-Baby-Pille (synthetisches Ethinylestradiol und synthetische Gestagene), die von Kläranlagen nicht abgebaut werden. Sie werden mit dem gereinigten Wasser in die Flüsse eingeleitet. Das Donauwasser unterhalb von Wien hat ein Vielfaches an Hormongehalt wie oberhalb von Wien.

PROGESTERON

Natürliches Progesteron ist insofern natürlich, als es chemisch mit dem körpereigenen Progesteron identisch ist.
Eigentlich ist der Zusatz "natürlich" überflüssig, wenn man von Progesteron spricht, denn es gibt als Begriff nur eine Art von Progesteron. Diese eine Art ist die Substanz, die auch im menschlichen Körper vorkommt. Daher ist „Progesteron“ immer natürlich.
Doch die Pharmaindustrie hat chemisch ähnliche Substanzen namens Gestagene entwickelt. Diese Gestagene werden häufig verschrieben, wenn jemand unter Progesteronmangel leidet. Gestagene wirken meistens spezifisch sehr gut, wie bei Haar-und Hautproblemen, aber bei vielen Problemen nicht so gut wie das echte Progesteron und haben auch deutlich mehr Nebenwirkungen.
Um klar zu machen, dass man keine Gestagene benützt , sondern echtes Progesteron, hat sich die Bezeichnung "natürliches Progesteron" eingebürgert.
Die medizinische Anwendung von Progesteron ist bisher nicht sehr verbreitet, sondern hauptsächlich sind Gestagene im Einsatz.
Es gibt nur wenige Präparate, die echtes Progesteron enthalten. Natürliches Progesteron ist im Allgemeinen sehr gut verträglich und hat nur selten Nebenwirkungen. Diese gute Verträglichkeit liegt daran, dass es mit dem körpereigenen Progesteron absolut identisch ist.
Natürliches Progesteron für die medizinische Anwendung wird normalerweise aus Pflanzen in chemischen Labors hergestellt.
Die wichtigste Pflanze zur Progesteronherstellung ist die Wurzel der wilden Yams. Die wilde Yams ist vor allem in Mexiko heimisch. Dort wird sie auch angebaut, um daraus Progesteron herzustellen.

Bei der äußerlichen Anwendung von Progesteron wird das Progesteron durch die Haut transportiert und zunächst vom Unterhaut-Fettgewebe aufgenommen.
Wenn ein deutlicher Progesteron-Mangel besteht, sammelt sich das Progesteron zunächst im Fettgewebe an, weil dort ein Progesteronmangel herrscht. Nur ein Teil des Progesterons wird direkt ans Blut weiter geleitet. Von dort aus kann es dann zu den Zielorganen gelangen.
Es dauert etwa zwei bis drei Monate, bis die Speicher im Fettgewebe soweit aufgefüllt sind, dass vermehrt Progesteron ans Blut abgegeben wird. Die Wirkung der Progesteron-Anwendung wird also nach zwei bis drei Monaten erheblich stärker als zuvor. Man kann also nicht sofort die volle Wirkung der Progesteronbehandlung erwarten, sondern erst nach einer Anlaufzeit von mehreren Monaten, weshalb man höhere Anfangsdosen verwenden kann.
.
Nach der Menopause bei Östrogenzufuhr kann man sich eine fixe Woche im Monat heraussuchen, in der man die Progesteronbehandlung anwendet. Das kann beispielsweise die erste Woche des Monats sein. Wenn Östrogen allein bei Vorhandensein einer Gebärmutter verabreicht wird, kann es zum abnormen Gebärmutter Schleimhautaufbau und damit zu Blutungen oder sogar zu bösartigen Veränderungen kommen. Progesteron und Östrogen erhöhen gegenseitig die Sensibilität für das jeweils andere Hormon. Daher reagiert der Körper sensibler auf Östrogengaben, wenn man mit einer Progesteronbehandlung beginnt.
Wenn man also eine Östrogenbehandlung durchführt und dann zusätzlich Progesteron anwendet, reagiert man plötzlich erheblich empfindlicher auf das Östrogen. Es ist, als hätte man die Östrogendosis erheblich erhöht, da Progesteron die Sensibilität für Östrogen erhöht und umgekehrt.
Eine Progesteronbehandlung hat auch Wechselwirkungen mit anderen Hormonen. Die Schilddrüsenhormone werden vom Körper besser verwertet. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann daher geringer werden oder gar verschwinden.
Normalerweise ist man es gewöhnt, "richtige" Medikamente innerlich (zu schlucken) einzunehmen.
Doch die äußerliche Anwendung von Geschlechtshormonen hat erhebliche Vorteile.
Geschlechtshormone, also Östrogene, Testosteron und eben auch Progesteron haben so kleine Moleküle, dass sie sehr gut durch die Haut wandern können.
Bei der Aufnahme des Progesterons durch den Verdauungstrakt geht eine Menge des Wirkstoffes durch den sogenannten First-Pass-Metabolismus verloren. In der Leber wird ein großer Teil des Progesterons umgewandelt. Das umgewandelte Progesteron wird mit Glukuronsäure verbunden und anschließend als Gallensaft ausgeschieden. Daher braucht man bei der innerlichen Anwendung erheblich höhere Dosen der Hormone, als wenn man sie äußerlich anwendet.
Bei der äußerlichen Anwendung sind häufig auch die Nebenwirkungen geringer ausgeprägt als bei der innerlichen Anwendung. Beim natürlichen Progesteron kommt es bei der äußerlichen Anwendung im Normalfall zu gar keinen Nebenwirkungen.
Ein Kompromiss zwischen äußerlicher und innerlicher Anwendung kann die Anwendung unter der Zunge (sublingual) sein.
Bei dieser Art der Anwendung schluckt man eine Progesteronkapsel nicht herunter, sondern beißt sie auf und befördert das Innere der Kapsel unter die Zunge. Dort wird das Progesteron zu einem erheblichen Teil von der Mundschleimhaut aufgenommen. Dadurch wird der Verdauungkanal und die Leber umgangen. Durch die sublinguale Aufnahme des Progesterons erreicht erheblich mehr Progesteron den Blutkreislauf. Man braucht also deutlich weniger Kapseln, als wenn man die Kapseln schluckt.
Manche Frauen wenden die Kapseln oder Zäpfchen auch in der Vagina an, also intravaginal. Auch bei dieser Methode sorgen die Schleimhäute für eine schnelle und effektive Aufnahme des Wirkstoffes.
Die beliebteste Progesteron-Zubereitung ist die Progesteron-Creme. Eine Progesteron-Creme lässt sich bequem auf die Haut auftragen. Das Progesteron wird durch die Haut direkt in den Blutkreislauf aufgenommen, sodass man mit ziemlich geringen Progesteron-Mengen auskommt. Dadurch sind auch die Nebenwirkungen gering bis hin zu nicht existent. Ein zusätzlicher Vorteil der Progesteron-Creme ist ihre günstige Wirkung auf die behandelte Haut und das darunter liegende Bindegewebe. Die Haut wird zart und weich, der Abbau der kollagenen Fasern des darunter liegenden Bindegewebes durch die gewebsschädigenden Matrixmetalloproteinasen wird deutlich gehemmt. Die Dosierung der Progesteroncreme hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Eine Rolle dabei spielt der eigene Östrogenspiegel, die Lebensphase und die Schwere der Beschwerden.
Progesteron-Creme wird als Rezeptur verschrieben und muss in der Apotheke zubereitet werden. Damit eine Progesteroncreme gut von der Haut absorbiert werden kann, ist es wichtig, dass das Progesteron mikronisiert vorliegt. Die mikronisierten Progesteron-Moleküle können ungehindert durch die Haut wandern und vom Körper aufgenommen werden.
Gestagene und Progesteron konkurrieren um die Rezeptorstellen im Körper. Daher wird die Progesteronwirkung von den Gestagenen abgeschwächt.
Progesteron hat eine Anzahl natülicher und hilfreicher Eigenschaften: Es hilft gegen Osteoporose, ist das stärkste natürliche Antidepressivum, hilft den Bindegewebeanteil des Körpers zu erhalten, hat eine leichte intrazelluläre entwässernde und fettabbauende Wirkung, stärkt bei lokaler Anwendung den Beckenboden und hilft gegen Inkontinenz, hilft beiprämenstruellen Beschwerden (PMS), bei Brustspannen durch eine Östrogendominanz und zahlreichen anderen Problemen.
Der größte Nachteil von natürlichem Progesteron liegt nicht in seinem gesundheitlichen Nutzen, sondern darin, dass die meisten Ärzte nicht wissen, wie hilfreich es sein kann. Wichtige Rollen bei diesem Prozess spielen die Pharmahersteller selbst, ihre Lobbyisten, Gesundheitspolitiker, die kassenärztliche Vereinigung und auch Lehrkräfte und Fachbuch-Autoren. In diesem unübersichtlichen Gesundheitssystem spielt Geld letztlich eine größere Rolle als neutrale, medizinische Erkenntnisse. Progesteron hat den wirtschaftlichen Nachteil, dass es nicht patentiert werden kann. Die Wirtschaft hat nicht viel Interesse daran, viel Geld für Studien auszugeben, um den Nutzen dieses patentfreien Hormons zu untersuchen. Oft genug empfiehlt der Arzt statt natürlichem Progesteron ein Gestagen und ist selbst der festen Überzeugung, dass Progesteron und das Gestagen prinzipiell gleichwertig sind.

Testosteron bei der Frau

Ein wichtiges weiteres Sexualhormonbei der Frau ist das männliche Hormon Testosteron, das bei der Frau hauptsächlich in den Eierstöcken direkt und durch die Umwandlung (Metabolisierung) von Östrogen zu Testosteron erzeugt wird.
Östrogene bewirken die Ausprägung der weiblichen Geschlechtsmerkmale und beeinflussen das weibliche Gefühlsleben und Denken. Testosteron spielt eine bedeutende Rolle in der körperlichen und emotionalen Sphäre der Frau, obwohl auch heute Testosteron noch häufig als lediglich männliches Hormon angesehen wird.
Testosteron hat eine anabole Wirkung, das heisst, es beeinflusst speziell den Eiweissstoffwechsel in Richtung Aufbau. .
Dabei gibt es bei den Menschen nicht nur eine einzige Art von Testosteronrezeptor sondern zahlreiche verschiedene, wobei jeder Mann nur einen, die Frau jedoch immer zwei verschiedene Testosteronrezeptoren erben kann. Dadurch sind bei verschiedenen Menschen stärker oder schwächer wirksame Varianten des Testosteronrezeptors möglich. Somit kann erklärt werden, dass Testosteronwerte, die sich im Normalbereich befinden, bei einer Frau zu viel oder zu wenig gegenüber einer anderen Frau sein können.
Die Wirkung des Testosterons ist auch von des Anteils seiner Bindung an die Bluteiweisstoffe abhängig, das heisst, nur in der von der Eiweissbindung freien Form ist es aktiv. Testosteron wird durch den Gebrauch von Sedativa, Tranquilizer, Antihypertonika und Alkoholika stark an Eiweiss gebunden und dies erklärt , warum bei hohem Gesamt-Testosteronspiegeln oft Ausfallserscheinungen von Testosteron auftreten können, da das freie und wirksame Testosteron dabei nur in geringer Konzentration vorhanden ist. Obwohl Testosteron bei der Frau in einem Zehntel Ausmass wie beim Mann produziert wird, ist es ein wichtiges Hormon für die Entwicklung der weiblichen Sexualität.
Mit Nachlassen der Eierstockaktivität im Wechsel kommt es nicht nur zur Einschränkung der Produktion der weiblichen Sexualhormone sondern auch zur Reduzierung der im Eierstock erzeugten männlichen Sexualhormone.
Mit dem Lebensalter über vierzig sinkt der Testosteronspiegel stark ab. Dies resultiert aus der verminderten Produktion im Eierstock wie aber auch aus der verminderten DHEA-S Produktion , eines Androgens der Nebennierenrinde, da DHEA-S teilweise in Testosteron umgewandelt wird.
Neben den bekannten Erscheinungen des Östrogendefizites kommen auch sehr deutlich durch Testosteronmangel bedingte Ausfallserscheinungen bei der Frau zum Tragen.
Am Beginn des Wechsels mit dem Ausfall der Ovulation versucht die Hypophyse durch Anregung der Eierstockproduktion noch Ovulationen auszulösen.
Dabei wird durch den Anstieg der Hypophysenhormone die Ausschüttung von Testosteron angeregt. So kann eine Frau am Anfang des Wechsels durch erhöhte Testosteronwerte einen Libidoanstieg erfahren. Dies dauert solange, bis sich die Eierstockaktivität trotz Zunahme der Steuerungshormone erschöpft.

Symptome von Testosteronmangel im Klimaterikum

Wie kann eine Frau selbst erkennen, ob ein Testosteronmangel vorliegt?
Unkonzentriertheit und Antriebslosigkeit, stark verringerte Sexualität, verminderte lebenswichtige Energie und Wohlbefinden, Depressionen, Verlust der Schamhaare, Hauttrockenheit, Hautalterung, Gesichtfalten und Nachlassen des Muskeltonus sind Symptome des Testosteronmangels. Auch übermäßige Fettansammlungen im Bauchbereich kann seine Ursache im Absinken des Testosterons auf sehr niedrige Werte haben.
Viele Frauen bemerken am Ende des vierten Lebensjahrzehnts eine Gewichtszunahme und Umverteilung des Fettansatzes. Trotz Diät und sportlicher Aktivität sehen sie, dass sich um den Nabel schwimmreifenförmig Fett ansetzt.
Unter normalen Umständen kann bei Stress oder bei körperlicher Anstrengung das Nebennierenrindenhormon Adrenalin die erforderliche Energie aus den Fettzellen freisetzen.
Das Testosteron vermehrt an den Fettzellen die Rezeptorzahl (Andockstellen) für das fettabbauende Nebenniereninden-Hormon Adrenalin und ermöglicht so den Fettabbau.
Fehlt Testosteron, kann trotz enormen Bedarfes an Energie das Fett nicht mobilisiert werden. Ist es nur in zu geringen Mengen vorhanden, dann lässt sich der Fettbauch nur in geringem Masse abbauen. Die Gabe von Testosteron kann die Fettzellen so ausreichend mobilisieren, dass ein Fettabbau im Bauchbereich wieder in Gang kommt. Testosteron kann auch in Salbenform auf die betroffene Regionen aufgetragen werden. Dies erklärt, warum bei Testosteronmangel das Gewicht nicht in den Griff zu bekommen ist.
Lange Jahre hat man bei der Frau im Wechsel nur die fehlenden Östrogene ersetzt ohne das auch fehlende Testosteron zu beachten. Deswegen fühlten sich sehr viele Frauen mit Östrogensubstitution im Wechsel besser als ohne Östrogene, jedoch niemals so gut wie vor dem Wechsel.
Erst mit dem Zusatz von Testosteron gelingt es, ein vollständiges Wohlbefinden und eine weitere Gewichtszunahme zu verhindern.
Der Widerstand gegen Testosteron basiert vorwiegend auf der Furcht, durch Testosteron zu vermännlichen, Barthaare spriessen zu lassen sowie eine maskuline Psyche zu bekommen. Auch die Gabe von Testosteron zu Steigerung der Sexualität der Frau im Klimakterium erscheint noch immer unsittlich zu sein.
Wenn jedoch im individuellen Falle ein Testosteronmangel nachgewiesen ist und für die Beschwerden verantwortlich erscheint, spricht nichts gegen das Anheben der Testosteronwerte auf Spiegel wie in der Jugend.
Die moderne Therapie der Frau im Klimakterium umfasst somit neben der bioidenten Östrogen- und Progesterongabe auch die Anwendung von bioidentemTestosteron, wenn die Hormonbestimmung einen Mangel erkennen lässt.
Bezüglich der androgenisierenden Nebenwirkungen trachtet man mit der niedrigsten wirksamen Dosis zu substituieren.

Im normalen Unterhautgewebe muss genügend Testosteron vorhanden sein, damit unter seinem Einfluss die Bindegewebsfasern mit Kreuz- und Querverstrebungen ein Stützgerüst bilden, in dem das Unterhaut-Fett fest verpackt ist. Bei einem Testosteronmangel der Frau fehlen die Kreuz- und Querverstrebungen und die Fettzellen werden zwischen den Bindegewebsfasern nur senkrecht nebeneinander gepackt und bilden dadurch die Cellulite. Kneift man in das Gewebe, so erscheint an der Oberfläche die typische Orangenhaut der Cellulite.
Östrogen und Testosteron beeinflussen die Ausbildung jener Zellen, die die Hautoberfläche bilden und für die Hautstruktur verantwortlich sind (Keratinozyten). Zur Verbesserung der Hautoberfläche und Hautstruktur hat sich eine Kombinationstherapie mit Östrogen und Testosteron bewährt. Dadurch wird die Hautalterung und Faltenbildung und das Dünnerwerden sowie die Altersflecken der Haut verhindert.
Zur Testosteronsubstitution sind Salben, Gels, Zäpfchen und Kristallimplantate in Anwendung. Bioidentes Testosteron wird in Laboratorien mit der gleichen molekularen Struktur wie im menschlichem Organismus hergestellt. Testosteron Tabletten sind nicht bioident und passieren vor der Aufnahme in das Blut die Leber. Dabei erzeugen sie in der Leber eine nicht gewünschte Insulinresistenz.
Bei Frauen nach Gebärmutterentfernung ist die ideale Form der Androgen- und Östrogenzufuhr die Einpflanzung eines Testosteronkristalls, der stets mit einem Östrogenkristall kombiniert werden soll. Diese Form der Behandlung hat auch eine günstige Auswirkung auf Haut, Gewebe, Muskel und Stimmung durch eine ganz gleichmässige, langdauernde, etwa sechs Monate anhaltende Wirkung.
Frauen, die im Klimakterium sowohl Östrogene wie auch Testosteron ersetzt bekommen, leben durchschnittlich dreieinhalb Jahre länger, wenn sie mindestens fünf Jahre Hormone lang einnehmen.
Testosteron erhöht die Stickstoffspeicherung , stärkt die Knochenmasse und das Muskelgewebe, reduziert die Körperfettproduktion, verstärkt die Spannung und die Dicke der Haut, verbessert die Denkfähigkeit, hebt den Antrieb und die Enegieleistung, und hilft gegen Depressionen und Herzkrankheiten.
Testosteronrezeptoren sind in den Osteoblasten und Osteozyten des Knochengewebes sowie in der Innenwand der Blutgefässe und im Knochenmark nachweisbar. Im Knochen wirkt Testosteron anregend auf den Aufbau und bremsend auf den Abbau und spielt eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung der Osteoporose, in den Blutgefäßen wirkt Testosteron als Schutzfaktor und im Knochenmark Blut bildend.
Testosteron verbessert den Sexualtrieb, Frauen mit Testosteronsubstitution
haben nachweislich häufiger Geschlechtsverkehr und haben einen positive Bejahung des Sexuallebens und eine normale Orgasmusfähigkeit.
Fitnesstraining, sportliche Aktivität und Fettabbau lassen den Testosteronspiegel wie auch Wachstumshormonspiegel bei Männern und Frauen signifikant steigen, dagegen lassen Nikotin, Alkohol und Stress den Hormonspiegel von Testosteron fallen.

Einsatz der weiblichen Hormone im Wechsel

Die weiblichen Sexualhormone werden als fein abgestimmte Komposition und gezielt organspezifisch nach den individuellen Bedürfnissen eingesetzt
Bei Vorhandensein der Gebärmutter wird prinzipiell unterschieden, ob bei der Frau durch eine Hormonsubstitution eine Regelblutung ausgelöst oder diese vermieden werden soll. Hat die Frau schon länger keine selbständigen Blutungen gehabt, wird man eher zu Gabe eines Hormonpräparates greifen, das weiterhin die Blutung vermeidet. Waren bis zum Beginn der Substitutionstherapie noch Regelblutungen, wird man diese auch mit der entsprechenden Hormontherapie noch fortsetzten. Für diese Therapie wird immer eine Kombination von Östrogenen und Progesteron benötigt.

Ist die Gebärmutter entfernt, wird als Dauertherapie nur Östrogen eingesetzt. Progesteron wird hier nicht routinemässig angewandt, kann aber bei bestimmten Beschwerden gezielt

Ganz prinzipiell soll betont werden, dass Hormone potente Wirkstoffe sind und nicht unkontrolliert und ungerechtfertigt angewandt werden sollen. Nur bei wirklich nachgewiesenem Hormonmangel und Beschwerden ist ihre Anwendung angezeigt und soll auch laufend klinisch und mit Hormonuntersuchungen überwacht werden.
Der Grundsatz der Anwendung von Östrogenen im Wechsel lautet: so niedrig und so kurz wie möglich verwenden.

Bioidente Hormone und Brustkrebs

Es ist heute eindeutig erwiesen, dass die Anwendung von natürlichen Hormonen keine Neubildung von Krebs erzeugt. Die Anwendung von bioidentem Östrogen im Klimakterium ohne Zugabe von Gelbkörperhormonen zeigt ein reduziertes Brustkrebsrisiko gegenüber Frauen, die im Klimakterium nie Hormone genommen haben. Die negative Einstellung gegenüber der Gabe von Hormonen im Klimakterium stammt von dem Gebrauch der Kombination synthetischer Hormone, der tatsächlich bei jahrelanger Anwendung das Brustkrebsrisiko ansteigen läßt. Auch wenn die Pharmaindustrie die Gabe von synthetischen Hormonen weiter propagiert, ist die Gabe von natürlichen Hormonen, die sich nicht patentieren lassen, heute die einzige richtige und gefahrlose Art der Hormonanwendung.

Therapie der Wechselbeschwerden

Genetische Abklärung der passenden Therapie

Die Risikoabsicherung einer individuellen Hormonersatztherapie in den Wechseljahren der Frau kann heute durch die Bestimmung genetischer Polymorphismen erfolgen. Hormone, in erster Linie Östrogene, - die lästige Menopausebeschwerden lindern, vor Herzinfarkt oder Osteoporose schützen – können nicht ausschließlich nur positive Wirkungen haben. Daher verlangen Patientinnen in zunehmendem Maße vom Hormonspezialisten, dass die Hormonersatztherapie individuell und patientenbezogen erfolgen soll. Der Auf- und Abbau von Hormonen wird von Enzymen verursacht, die in ihrer Aktivität durch individuelle Gene gesteuert sind.

Ein neues, zuverlässiges Instrument zur Auswahl der geeigneten, individuellen Hormonersatztherapie stellt die Analyse von Genvarianten, sogenannten genetischen Polymorphismen, dar. Da jeder Mensch seine individuellen Geninformationen hat, sind winzige Unterschiede in unseren Genen (Polymorphismen) keine Ausnahme, sondern völlig normal. Bei jedem von uns finden sich also individuelle Polymorphismen, die mitentscheidend dafür sind, wie unser Körper auf Hormone reagiert.

Damit kann schon frühzeitig erkannt werden, welche Frauen von den positiven Aspekten der Hormonersatztherapie besonders profitieren. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für die Erfassung von Frauen, die von den unerwünschten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen der Hormonersatztherapie besonders betroffen sind.

Das Testergebnis gibt Auskunft über Art und Dosis der zu verabreichenden Hormone sowie über die Dauer der Therapie.

Mit einem Watte- Abnahmestäbchen wird an der Wangeninnenseite Speichel entnommen und damit Zellmaterial der Mundschleimhaut gewonnen.
Es handelt sich hierbei um einen einmalig durchzuführenden Test. Die genetischen Polymorphismen und damit die Individualität sind von Geburt an gegeben und verändern sich im Laufe des Lebens nicht.

Pflanzliche "Natürliche Hormone" - Phytohormone

ÖSTROGENARTIGE PFLANZENSTOFFE

Isoflavone aus der Gruppe der Phytoestrogene werden hauptsächlich aus Rotklee und Soja gewonnen und wirken ähnlich wie das körpereigene weibliche Sexualhormon 17beta-Estradiol, allerdings um mindestens zwei Zehnerpotenzen schwächer. Isoflavone haben eine östrogene und antiöstrogene Wirkung und werden häufig bei postmenopausalen Frauen als Östrogenersatz verwendet. Sie haben auch eine Wirkung auf die weibliche Brust und auf die Schilddrüse.
Postmenopausale Frauen machen die Hauptzielgruppe der Isoflavon-Präparate aus, und sind auch eine besondere Risikogruppe für das Vorhandensein von prämalignen Zellen und unerwünschter Wirkungen. Es ist nicht auszuschließen, dass durch Isoflavon-Präparate für diese Gruppe bereits ohnehin bestehende Risiken einer gesteigerten Entwicklung präkanzerogener Veränderungen der Brust bzw. der Ausbildung einer subklinischen Schilddrüsenunterfunktion weiter erhöht werden Bei ihnen besteht auch die Gefahr der Selbstmedikation, und damit der Überdosierung.
Einige bekanntere Isoflavone sind Daidzein in Sojamehl, Genistein aus Sojabohnen und Rotklee, Biochanin A aus Kichererbsen, Rotklee und anderen Kleearten, Pratensein aus frischem Rot- oder Wiesenklee und Iridin aus einigen Schwertlilien.
Isoflavone wirken nachweislich positiv als Vorbeugung gegen Osteoporose.
Wissenschaftlich werden die Isoflavone jedoch zum Teil kontrovers diskutiert. Abhängig von der endogenen Östrogenkonzentration und der Anzahl bzw. dem Typ der Östrogenrezeptoren können Phytoöstrogene sowohl östrogene als auch antiöstrogene Wirkungen besitzen.
Zahlreiche Studien untersuchten, ob durch die Einnahme isolierter oder hochdosierter Isoflavone das Auftreten von vasomotorischen Symptomen („hot flashes“) wie Hitzewallungen oder Schweißausbrüche vermindert werden kann. Systematische Reviews aus randomisiert kontrollierten Studien, durchgeführt an perimenopausalen bzw. menopausalen Frauen, zeigten diesbezüglich inkonsistente Ergebnisse. Es konnte auch keine spezifische Rezeptoraffinität von Isoflavonen im Vegetativum nachgewiesen werden ( damit auch keine spezifische Wirkung auf „hot flashes“).
Bei einem Großteil der Studien waren keine bzw. keine signifikanten Verbesserungen der klimakterischen Symptome zwischen Verum- und Placebogruppe beobachtbar. In vielen Studien konnten allerdings auch in der Placebogruppe Verbesserungen der Symptome festgestellt werden.
Aufgrund der Heterogenität der Studien und der oft sehr unterschiedlichen Studiendesigns gelten die bisher positiv angenommen Wirkungen der Soja-Isoflavone in isolierter oder hochdosierter Form auf klimakterische Beschwerden wissenschaftlich als nicht ausreichend gesichert.
Isoflavone aus Soja werden nicht nur im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden, sondern auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen kontrovers diskutiert.
Aufgrund toxikologischer Untersuchungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass isolierte Isoflavone in hoher Dosierung bzw. bei längerfristiger Einnahme (beispielsweise als Nahrungsergänzungsmittel) zu Änderungen des Brustdrüsengewebes, Beeinträchtigungen des Schilddrüsengewebes oder zur Entwicklung von Brustdrüsenkrebs führen können. Zu beachten ist dabei, dass Frauen in und nach der Menopause ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.

PFLANZLICHES PROGESTERON

Natürliches Progesteron wird aus dem Pflanzenstoff Diosgenin hergestellt, der in Yamswurzelgewächsen enthalten ist, und dem natürlichen, menschlichen körpereigenen Progesteron der Frauen sehr ähnlich ist. Yamswurzelgewächse sind windende, mehrjährige, krautige Pflanzen, die Wurzelknollen bilden und bevorzugt in tropischen Breiten vorkommen. Von den über 600 unterschiedlichen Yamsarten ist nur die mexikanische Yamswurzel für die Progesteronerzeugung von Bedeutung.
Gegenüber den synthetisch hergestellten Gestagenen hat die natürliche Substanz viele Vorteile. So haben große Studien gezeigt, dass die Anwendung von Östrogenen in Kombination mit synthetischen Gestagenen bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden das Risiko für Brustkrebs erhöht. Bei der Kombination von natürlichem Progesteron mit über die Haut verabreichten Östrogenen stieg dagegen das Brustkrebsrisiko nicht an.
Weitere positive Eigenschaften von natürlichem Progesteron sind sein fehlender Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel, Fettstoffwechsel, und auf die Blutgerinnung (Thrombosen).

DEHYDROEPIANDROSTERON - DHEA

Auch ist das Diosgenin-Molekül leicht in DHEA umwandelbar (die DHEA-Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab). DHEA ist das Nebennierenrinden Hormon Dehydroepiandrosteron. Ein geringer DHEA-Spiegel im Körper steht in enger Verbindung mit Fettleibigkeit, Arteriosklerose, Herzerkrankungen und schwindender Leistungstfähigkeit im Alter.

PFLANZLICHES TESTOSTERON

Testosteron hat kein den Isoflavonen oder Diosgenin (Progesteron) entsprechendes Auftreten in der pflanzlichen Natur. Testosteron kommt in geringer Dosierung in der schottischen Kiefer vor, Harzextrakte davon können als Anti Cellulite Creme verwendet werden.

Google+